Maritim · Bunkern von Schiff zu Schiff
Positionierung beim Bunkern von Schiff zu Schiff.
Abstand, Richtung und Annäherung zwischen zwei Schiffen in Echtzeit. Für sichere Manöver beim Bunkern.

Risiken
Ein Schiff-zu-Schiff-Transfer umfasst Anfahrt, Kontakt und Festmachen sowie Transfer. Alternative Kraftstoffe wie LNG, Ammoniak und Methanol sollen die Klimabelastung senken. Zugleich können die Folgen eines Vorfalls schwerer ausfallen.
172 Verletzte und 6 Tote pro Jahr beim Festmachen
Brand bei einem Schiff-zu-Schiff-Transfer, Schwarzes Meer 2019: 2 Tanker, mindestens 10 Tote
Reuters, 2023. Quellenangabe der Pitch-Folien vom 14.10.
≈ 4.000 t Öl aus Tankerunfällen, allein 2025
Ammoniak: ab 0,03 % in der Luft lebensgefährlich
NIOSH, Ammonia. Schwelle für unmittelbare Gefahr für Leben oder Gesundheit: 300 ppm.
Methan: über 20 Jahre 80-mal so klimawirksam wie CO₂
UNEP, Facts about Methane. Gerundeter Vergleich des Treibhauspotenzials.
EU-Ziel 2050: −80 % Treibhausgasintensität der Energie an Bord (FuelEU Maritime)
Europäische Kommission, FuelEU Maritime. Gegenüber dem Durchschnitt von 2020.
Gemeinsame, messbare Kriterien für einen sicheren Kontakt fehlen bisher.
Der Ansatz von Terraformer: Kontakt, Abstand und Relativbewegung messen und als Daten bereitstellen.
Vom Anlauf bis zum Schlauchanschluss
Die vier Phasen einer Übergabe von Schiff zu Schiff. Der Sensor misst während des Anlaufs.
Animation einer Übergabe von Schiff zu Schiff auf See, in vier Schritten. Ein kleiner Tanker kommt von achtern an die Steuerbordseite eines großen Tankers, der seinen Kurs hält, und geht parallel. Ein Sensor an der Reling des großen Tankers misst den Abstand zu blinkenden Lichtmarken am kleinen Tanker. Vier große Fender schwimmen zwischen den Rümpfen, zwei kleinere hängen vorn und achtern. Festmacherleinen gehen vorn und achtern über. Ein Kran hebt zwei Schläuche zum Verteiler in der Mitte des großen Tankers.
Anlauf
Ein Schiff hält Kurs. Das manövrierende Schiff kommt von achtern heran und geht auf parallelen Kurs. Unser Sensor misst Abstand, Richtung und Annäherung zu seinen Lichtmarken.
Fender
Vier große Luftfender schwimmen entlang des geraden Rumpfteils. Zwei kleinere hängen vorn und achtern. Die Schiffe legen sich langsam und parallel an die Fender.
Festmacher
Leinen gehen vorn und achtern über. Zuerst die Springs, dann die Querleinen, dann Vor- und Achterleinen. Sie halten beide Schiffe zusammen.
Schlauchanschluss
Der Kran hebt die Schläuche hinüber zum Verteiler mittschiffs. Ein Sattel an der Reling trägt sie. Dann kann die Übergabe beginnen.
Ausstattung an Bord
Montieren
Sensoren werden auf dem Schiff mit festem Kurs montiert, Lichtmarken auf dem manövrierenden Schiff. Beide lassen sich nachrüsten.
Messen
Abstand, Richtung und Annäherung in Echtzeit, während des ganzen Manövers.
Handeln
Die Messdaten erscheinen auf den vorhandenen Bildschirmen der Besatzung.
Ergebnisse und Zuverlässigkeit
Messdaten dokumentieren den Verlauf des Manövers.
| Ergebnisse und Zuverlässigkeit | Status |
|---|---|
| Jedes Manöver mit Zeitstempel protokolliert | belegt |
Stand
Funktionsfähiger Laborprototyp für den Einsatz über Wasser, vom Land Tirol mitfinanziert.
Patent. In Österreich erteilt, international angemeldet.
Messprinzip. Veröffentlicht auf der WACV 2024, Dr. Germain Haessig ist Mitautor.
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